Boot-Porträt: Lisbeth

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Autor: Herburger/Ender

Bild: Archiv/Herburger

Das dänische Mädel von Andreas Spiegel

„Lisbeth“ heißt das schnelle Boot, mit dem ihr Eigner Andreas Spiegel höchst erfolgreich segelt! Eine Frøken 34. Frøken ist dänisch und heißt übersetzt Mädel. Gebaut wurde die Hübsche von „Paul Brøker“ in Holbæk Dänemark. Es ist der dritte Bau von insgesamt nur sechs Schiffen und wurde von „Brøker“ 17 Jahre lang selbst gesegelt. „Lisbeth“ ist seine Frau. Schließlich wurde das formverleimte Schiff vermessen und als Klasse Juwel 34 gebaut. Allerdings in GFK. Und ein Plastikboot hat bekanntlich andere Eigenschaften als der Prototyp. 

Gekauft hat Andi das Schiff allerdings 2009 in Flensburg von „Jørgen Asmussen“ welcher inzwischen selbst auch Mitsegler in der Mannschaft um Andi Spiegel ist. 

Zum Regattasegeln gekommen ist Andi Spiegel unter anderem über Hanspeter Simma, bei dem er lange Crewmitglied war, ehe er sich selbst um ein Boot und eine Mannschaft umsah. In die Lisbeth hat er sich rasch verliebt. “Sie ist perfekt zum Regattasegeln,” lautet die Kurz-Zusammenfassung ihrer Tugenden. 10,05 Meter lang, 2,5 Meter breit, Tiefgang 1,9 Meter, T-Kiel, trailerbar. 

Das Boot alleine ist aber zu wenig um erfolgreich zu sein. Andi hat eine eingespielte konstante Crew. Bei Up & Down-Regatten segeln sie zu viert, Langstrecke zu dritt. Gebhard Leissing, Simon Ender, Klaus Costatini,  Jørgen Asmussen,  Manfred Mäser, Reinhard Maurer, Jürgen Thurnher, um nur einige zu nennen, sind selbst auch erfahrene Regatta-Segler und Bootseigner. Man hilft sich gegenseitig aus, zum Beispiel bei der Transatlantik 2017 (Volvo open 70) mit Simon Ender.  

Die Liste der Erfolge im dreißigjährigen Leben von „Lisbeth“ ist lang. Oft war sie in ihrer ORC-Klasse Schnellste am Bodensee und gewann 2019 auch die Jahreswertung ORC-Langstrecke. Der Sieg im Jahre 2017 bei der Centomiglia am Garadsee über alle ORC-Klassen und somit der Preis „Trofeo Beppe Croce“ war ein persönliches highlight von Andi. Diese Ehrung, in der langjährigen Geschichte der Centomiglia, durfte bisher nur ein österreichisches Boot (1991) in Empfang nehmen. Im Jahr darauf (2018) gelang ihm dort abermals der Sieg in der Klasse ORC-1 und im Jahr (2019) ein zweiter Platz. 

Bei der sehr anspruchsvollen Vorbereitungsregatta „Gorla“ jeweils eine Woche davor, gab es ebenfalls einige Stockerlplätze. Auch einige Siege bei Einhand- und Zweihand-Regatten am Bodensee stehen auf der Erfolgsliste der schönen „Lisbeth“. 

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