Österreichischen Hochseemeisterschaft 2025 in Kastela

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Autor: Julius Drexel

Bild: Austrian Sailing Federation

Am Samstag, den 18.10.25 machten wir uns auf den Weg nach Split/Kroatien zur Österreichischen Hochseemeisterschaft 2025. Schon am Folgetag konnten wir das Schiff, eine Salona 46 mit der Startnummer 18 und dem Namen Clio, übernehmen und die ersten Trainingsrunden erfolgreich in der Bucht absolvieren. Die Eröffnungsfeier am Abend war dann das erste, offizielle Event des Veranstalters.

Am ersten Regattatag vermissten wir etwas, was auch am Bodensee öfters mal fehlt: der Wind. Leider konnte an diesem Tag kein Rennen gesegelt werden, als Entschädigung wurden wir aber von einer Delfin-Schule am Wasser begleitet.

Der zweite Regattatag stand ganz im Zeichen von Wind und Welle! Mit 20 Knoten Jugo und entsprechender Welle wurde außerhalb der Bucht vor Split gesegelt. Für uns waren die Bedingungen extrem schwierig – diese Verhältnisse kennen wir doch eher weniger.

Trotzdem konnten wir zumindest in der zweiten Wettfahrt mit einem 3. Platz aufhorchen lassen. Die Verhältnisse verlangten von uns und dem Material einiges ab und so entschieden wir in der dritten Wettfahrt im Sinne der guten Seemannschaft abzubrechen.

Auch die anderen Crews hatten schwer zu kämpfen. Ein Crash zwang eine weitere Crew zum Abbruch, ein anderes Schiff meldete Manövrierunfähigkeit aufgrund einer Leine in der Schraube. Somit segelten wir am zweiten Tag die Ergebnisse 7/3/DNF (man munkelt das jüngste Crewmitglied wäre beinahe Seekrank geworden :).
Den Abend konnten wir bei Freibier ordentlich feiern. Solche Tage mit viel Wind und Welle schweißen eine Crew zusammen.

Am dritten Regattatag haben wir unseren „groove“ gefunden. Mit den Ergebnissen 5 und 2 waren wir sehr zufrieden! Mit 6-10 Knoten Wind und einigen Regenschauern kamen wir deutlich besser zurecht. Weiters waren auch die Windlöcher und Dreher eher unseren Bodensee-Verhältnissen entsprechend.

Nach einem schönen Segeltag fehlt nur mehr ein Glas Wein! Gut, dass es vom Veranstalter eine Weinverköstigung gab. Es war ein schöner Abend mit guten Gesprächen und viel Gelächter – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren!

Wind… viel Wind… gab es an Tag 4. Bei 18-24 Knoten (in den Böen teilweise noch mehr) wurde diesmal in der Bucht vor Kastela gesegelt. Wir entschieden gleich auf der ersten Kreuz, keinen Gennacker zu ziehen und lagen damit richtig. Leider kam es an der Fock zu einem Materialbruch, welcher zwar noch innerhalb des Rennens mit Hammer (und ein wenig Gewalt) sowie einem Schäkel repariert werden konnte, trotzdem aber wertvolle Meter kostete. Mehr als Platz 7 war nicht drinnen. Im Lauf 2 des Tages konnten wir dann unsere Stärken wieder ausspielen und erreichten den 3 Platz! Dann Lauf 3 – wieder Materialbruch an der Fock, diesmal ohne Möglichkeit es zu reparieren – obwohl wir deutlich langsamer im Feld unterwegs waren, konnten wir mit einer behelfsmäßigen Reparatur auf den 7 Platz vorarbeiten. Ein enges Manöver an der Luvbahnmarke führte dann aber leider zur Disqualifikation dieser Wettfahrt.

Eine Siegerehrung eignet sich auch immer, ein wenig das erlebte Revuepassieren zu lassen. Für mich war es das erste Mal auf einer BigBoat-Regatta am Meer.

Möglich gemacht hat das die Crew: Uli Diem am Steuer, Hanspeter Simma am Groß, Johannes Zangerl und Charly Rümmele an der Genua/am Gennacker, Martin Jäger irgendwie überall, Rigobert Diem meistens im Niedergang 🙂 und Lorenz Diem und ich am Vorschiff. Der 6. Platz am Ende spiegelt nach meiner Einschätzung nicht unsere Leistung wider – aber das wird wahrscheinlich jeder von sich behaupten 🙂

Als ich vor längerer Zeit gefragt wurde, bei der ÖHM 2025 in Kastela/Split mitzusegeln, musste ich nicht lange überlegen – ich habe zugesagt. Wenn ich die anderen Crews und dann unsere ansehe, fällt ein Unterschied auf: wir waren eine Generationencrew, vereint unter dem Wimpel des Bregenzer Segel Club. Es war ein riesiger Spaß und eine große Freude mit euch die ÖHM zu segeln!

Julius

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