BSC organisiert hochkarätige Regatta

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Autor: Ulrich Herburger

Bild: Jürg Kaufmann

Bis zu 50 Klassiker werden erwartet

Vom 8. bis 12. September 2021 veranstaltet der BSC die Internationale Schweizer Lacustre-Meisterschaft. Die wohl prestigeträchtigste, traditionelle Klassenvereinigung am Bodensee vergab die Austragung an den BSC aus Anlass des 125-Jahr-Jubiläums des Clubs. 

Erwartet werden vierzig bis 50 Boote mit insgesamt bis zu 150 Crewmitgliedern. Der Lacustre wird im Regatta Modus zu dritt gesegelt. Er eignet sich aber auch als Einhand-Boot bis zu einer vierer Crew, wenn man es kuschelig haben will. Verbreitet ist der Lacustre vor allem an den Nordalpen Seen. 

Dreiblättriges Kleeblatt

1938 wurde er zum ersten Mal am Genfer See gebaut. Der Entwurf stammt von Henri Copponex, ein Mathematiker, Ingenieur und höchst erfolgreicher 5,5er Segler. Seither wurden exakt 273 Lacustre gebaut, und zwar klassisch geplankt, in Kunststoffbauweise, Formverleimt und einmal sogar in Komposit-Bauweise. “Egal mit welchem Material der Lacustre gebaut wurde, ob mit Holz- oder Alumast, die engen Vermessungsregeln geben keiner Technik Vorteile”, sagt Ernst Zollinger, Präsident der Lacustre Vereinigung Bodensee. Das dreiblättrige Kleeblatt ist das wohl markanteste Segelzeichen am Bodensee. Rund 170 Boote sind hier daheim. Sie sind nur 1,81 Meter breit und 9,50 Meter lang. Die vermessene Segelfläche beträgt 25m2, aber allein der Spi hat 65m2.

BSC kooperiert mit Rapperswil

Einer der ca. 170 Lacustre am See gehört Josef Bitsche.

Der langjährige Regattaleiter des BSC, der diese Funktion vor einem Jahr abgab, hat gleich eine neue Herausforderung gesucht und gefunden. Er unterstützt den OK-Chef und BSC-Präsidenten, Urs Hämmerle, bei der Organisation der Internationalen SchweizerMeisterschaft der Lacustre. Warum eigentlich international? – “Weil jeder Lacustre daran teilnehmen kann”,  lautet seine präzise Antwort, “egal ob er in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich oder sonstwo liegt.” Damit ein Nicht-Schweizer Club die Meisterschaft austragen kann, bedarf es einer Delegation, die der BSC vom Club Rapperswil erhalten hatte. Im BSC liegen noch weitere zwei Lacustre. Die Eigner sind Gerhard Jahn, Siegfried Metzler. Das Vorarlberger Bodenseeufer sind ca. 20 Lacustre vertäut. Die bisher einzige Internationale Schweizermeisterschaft der Lacustre in Österreich wurde 1989 durch den Yachtclub Bregenz ausgetragen

Hochaktive Klasse

Die Lacustre-Vereinigung ist eine der aktivsten Bootsklassen am Bodensee und pflegt neben dem sportlichen Wettkampf genauso das Gesellige, zum Beispiel die Far Niente. Diese einwöchige Ausfahrt wurde schon mehr als fünfzig Mal ausgetragen. Der spartanische Lacustre wird dabei zum Wohnzimmer. Die Stimmung ist auch ohne Stehhöhe, WC und Pantry jeweils hervorragend. 

Helferinnen und Helfer gesucht

Gute Stimmung soll es auch heuer bei der Internationalen Schweizer Meisterschaft im BSC geben.  Dazu benötigt der BSC zahlreiche Helferinnen und Helfer und bittet die Mitglieder, sich den Termin vorzumerken. Es braucht nicht nur  Platz im Hafen, sondern Unterstützung bei den maximal 12 Wettfahrten, beim Vermessen der Tücher, beim Galaabend, der Preisverteilung und, und, und. Dazu folgen in den drei Montaten bis zum Austragungstermin weitere detaillierte Informationen. 

Dichtes Programm

Ab Mittwoch 8. September treffen die Boote ein. Gekrant wird in Hard. Parallel dazu werden die Segel vermessen und es erfolgt die Kontrolle der Bootsvermessung. Nach einem Begrüßungs-Apero wird ab Donnerstagnachmittag regattiert. Am Donnerstagabend sind die Crews Gäste des BSC. Am Freitag und Samstag weitere Wettfahrten bis spätestens Sa., 16.00 Uhr.  Am Abend dann die festliche Preisverleihung. Der Sonntag ist Reservetag.

Für eine wertbare Serie braucht es mindestens vier Wettfahrten, ab fünf Wettfahrten gibt es ein Streichresultat. Geplant sind vier Wettfahrten pro Tag, damit 12 Wettfahrten zustande kommen, kann am letzten Tag auch eine fünfte gefahren werden.

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