Abenteuer Malta ’23

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Autor: Florian Mehser

Bild: Florian Mehser

Unser Laser Segler Florian Mehser hatte vom 29.5. bis 3.6. 2023 die grosse Chance, an den 19. GSSE (Games of the Small States of Europe) in Malta teilzunehmen. Diese landläufig „Kleinstaatenspiele“ genannte Veranstaltung wird von den Nationalen Olympischen Komitees der Staaten mit weniger als 1 Million Einwohner Europas ausgerichtet und hat in diesen Ländern einen hohen Stellenwert. Umso grösser war das Aufsehen, als das Binnen-Binnenland (ein Land, das seinerseits nur von Binnenländern umgeben ist) Liechtenstein mit Florian Mehser einen Segler in der Bootsklasse ILCA 6 aufgeboten hat. Florian hat ein Jahr auf seine Teilnahme an den GSSE hingearbeitet und schon im Zuge dieser Vorbereitung grosse Fortschritte erzielen können. Er ist in dieser Vorbereitung aber auch auf Segler aus den Inselstaaten Malta und Zypern getroffen und hat und erkennen müssen, dass diese ihm um mehrere Schritte voraus waren.

Am Sonntag, 28.5. schliesslich erfolgte die Anreise nach Malta mit der liechtensteinischen Delegation.
Nachdem am Montag die Boote an alle Teilnehmer verteilt wurden, jeder Teilnehmer sein Boot aufgebaut und die Coaches ihre Meetings abgehalten hatten, waren am Dienstagnachmittag die ersten Wettfahrten geplant. Leider liess der Wind nur eine Wettfahrt zu, bei der Florian sich zum ersten Mal im Wettkampf mit Welle und Strömung der St. Paul‘s Bay konfrontiert sah. Nach einem mittelmässigen Start hatte Florian mit den wesentlich erfahreneren Konkurrenten zu kämpfen und beendete die Wettfahrt im hinteren Drittel des Feldes.

Am Mittwoch sollten 4 Wettfahrten ausgetragen werden. Der Wind war deutlich stärker als noch am Dienstag, und Leichtgewicht Florian hatte konstant Probleme, seinen Laser flach zu halten und seine Position am Start zu verteidigen. Die Konkurrenz aus Zypern, Malta und auch Monaco war spürbar besser vertraut mit der Ozeanwelle. Florian‘s Trainer Tim Roth hat ständig Videomaterial zur abendlichen Analyse aufgebaut und Flo die aufschlussreiche Aussensicht seiner Vorstart- und Startphase geliefert. Tag 3 war ursprünglich als Lay Day geplant, aber die Wettfahrtleitung entschied, das Programm voranzutreiben. Gleich in Wettfahrt 1 konnte Florian die neuen Erkenntnisse in einen besseren Start umsetzen. Erst auf der 2. Kreuz hat Florian wieder der starken Konkurrenz Tribut zollen müssen und einen Platz im vorderen Mittelfeld verspielt. Das Ergebnis war zwar nicht nach Florians Geschmack, aber der Fortschritt schon deutlich sichtbar. In Wettfahrt 2 segelte er direkt hinter dem Spitzenfeld auf Platz 5, riskierte dann aber zu viel, kollidierte mit einem Konkurrenten, musste sich entlasten und dabei wieder fast das ganze Feld passieren lassen. Ins Ziel kam er schlussendlich wieder im hinteren Drittel des Feldes.

Am 4. Tag der Veranstaltung war Florian mit einer für ihn neuen Situation konfrontiert, da sich die kurze, steile Windsee aus West mit einer langen Dünung aus Nordost gemischt hat. Tag 5 brachte leider keine weiteren Wettfahrten, womit Florian die Veranstaltung am 13. Platz unter 15 Teilnehmern abgeschlossen hat. Das Resümee zu Florians erster Grossveranstaltung formuliert er mit: „Tolle Veranstaltung, unglaublich viel gelernt, das Ergebnis schlechter als erhofft, aber immer noch besser als erwartet.“

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