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Lieber Wolfgang,
der Bregenzer Segelclub gratuliert dem Alt-Präsidenten recht herzlich zum Gebrurtstag und wünscht dir viel Wind und immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel.
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Liebe Dagmar,
der BSC gratuliert recht herzlich zum runden Geburtstag.
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Nachruf – Univ. Prof. Dr. med. Helmuth Jenny 1916 – 2010 |
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Am 5. April 1916 in Bregenz geboren und aufgewachsen, absolvierte er nach 4 Klassen Volksschule in Bregenz 8 Klassen der Stella Matutina in Feldkirch. Nach der Matura folgte das Medizinstudium in Innsbruck, Prag und Wien. Gleich zu Beginn des II. Weltkrieges wurde Helmuth zum Sanitätsdienst bei der Deutschen Wehrmacht einberufen, und verlor am 31. Juli 1941 in Norwegen sein rechtes Bein. Bis zur Genesung erfolgte ein stationärer Aufenthalt im Sanatorium Mehrerau in Bregenz. Auf Grund seiner Verletzung nicht mehr eingezogen, setzte er trotz der schweren Behinderung seine Ausbildung zum Lungenfacharzt in Wien fort, wo er auch nach dem Krieg blieb, und 1973 außerordentlicher Universitätsprofessor wurde.
Meine Beziehung zu Helmuth Jenny entstand Anfang der 90er Jahre, als ich mit den Recherchen zum meine Buch „100 Jahre Bregenzer Segelclub“ begonnen hatte. Helmuth Warnecke machte mich damals auf Prof. Jenny aufmerksam und gab mir seine Telefonnummer. Schon nach dem ersten Anruf verabredeten wir uns in Wien zu einem Gespräch. Da die BSC Unterlagen aus den 30er und 40erJahren verloren gegangen waren, halfen mir auf seine Erinnerungen, Genaueres über diese Zeit zu erfahren. Nach diesem ersten Treffen in Wien haben wir uns noch oft beim Messmer in Lochau gesehen.
Ich erinnere mich noch sehr gerne an diese Stunden.
Helmuths Segel – Karriere begann in den frühen 30er Jahren. Für eine eigene Mitgliedschaft zu jung, überredete er seine Mutter Johanna als ordentliches Mitglied in den BSC einzutreten, damit der Sohn als Jungsegler aufs Wasser durfte. Als Steuermann des 70er Nationalen Kreuzers „Falke II“ war er DER Kapitän der Nachkriegszeit, und gewann so ziemlich alles, was es bei den Bodenseewochen in den 50er Jahren zu gewinnen gab.
Mit teilweise geliehenen Segeln fuhr er den alten „Falken“ von einem Sieg zum anderen. Vielleicht lag das Geheimnis seiner Erfolge auf dem Wasser an der unbedingte Konzentration, an die er durch seinen Beruf gewöhnt war.
Helmuth war als Mensch ebenso souverän wie als Segler. Er wird uns als ein liebenswertes Vorbild immer in Erinnerung bleiben.
Tilman Kuner
Archivar BSC
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