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J/70 Italien Cup - Sanremo

Italian J/70 Cup 2017. Erfolgreiche Teilnahme des BSC mit der Pfänder beim ersten Event in Sanremo

vom 28. bis 30. April 2017

Die Pfänder wird im September 2017 in Porto Cervo erstmals bei einer J/70 WM teilnehmen. Die Organisatoren erwarten jetzt schon ca. 100 Teilnehmer. Die WM Crew wird aus Klaus Diem (Steuermann), Martin Jäger (Position 2) und David Hörburger (Position 3) bestehen. Position 4 gilt es bis dahin noch zu besetzen. In Sanremo war Gernot Nesler als "Vierer" dabei. Als Vorbereitung hat sich das Team die Teilnahme am J/70 Italien Cup vorgenommen. Die erste Regatta wurde vom 28. bis 30. April vom Yacht Club Sanremo an der italienischen Riviera ausgetragen. Lesen Sie einen Bericht des Teams.

Mit Schneeketten zum Segeln nach Italien

Normalerweise stellt der San Bernardino um diese Jahreszeit kein Problem für eine Autofahrt dar. Nicht so am 27. April 2017. Schneefall im Rheintal um fünf Uhr in der Früh. Fahrverbot für KFZ mit Anhänger am San Bernardino. Also kehrten wir in Chur um und fuhren am Walensee entlang Richtung Sankt Gotthard. Auch hier mussten wir aufgrund zahlreicher hängen gebliebener LKW einem Stau auf der Hauptstraße ausweichen und fuhren bei dichtem Schneefall mit Schneeketten - vorbei an einem Auto, das von der Straße abgekommen war "über die Dörfer". Ein Abenteuer, da die schneebedeckte Straße jenseits der Passhöhe steil bergab ging. Nach 12 Stunden Fahrt kamen wir mit der Pfänder sicher in Sanremo an.

International stark besetzte Regattserie

62 Boote aus 14 Ländern - darunter Basilien, Norwegen, Malta oder Russland - hatten für Sanremo gemeldet. Die Veranstalter erwarten aufgrund der offenen Formel mehr und mehr Boote für die kommenden Events, den Alpen Cup in Malcesine, den Euro Cup in Riva del Garda sowie den Italien Curcuit in Scarlino. Zu den engsten Favoriten zählten European Champion Claudia Rossi, Carlo Alberini, mehrfacher Gewinner der Key West Race Week und ehemaliger Europameister sowie Franco Solerio, der den Italien Cup 2015 und 2016 gewinnen konnte.

Zu wenig Wind am ersten Wettfahrttag

Am ersten Tag wurden die Crews auf die Folter gespannt. Zwei mal raus auf's Wasser und ein erfolgloser Startversuch. Das war die Tagesausbeute bei zu geringem Wind. Am Abend durften wir auf Einladung des Clubs einen sehr schönen Sekt-Empfang im prächtigen Royal Hotel mit herrlichem Ausblick auf das Meer genießen.

Bis zu 10 Knoten Wind am zweiten Tag ermöglichten zwei Wettfahrten.

Am zweiten Tag lief es windmäßig besser. Nach einigen Frühstarts gelang dem Wettfahrtleiter am späten Nachmittag die Durchführung zweier Wettfahrten. Der Pfänder gelang in der ersten Wettfahrt ein 28. Rang. In der zweiten kamen wir trotz einwandfreier Manöver nicht über Rang 37 nicht hinaus. Nach einem unglücklichen Start kam unser Boot nicht und nicht vom Fleck. Warum, müssen wir noch analysieren. Bis zur WM müssen wir auf jeden Fall dieses Speed Problem in den Griff kriegen.

Dritter Wettfahrttag: Keine einzige Wettfahrt bei zunächst 20 Knoten Wind

Am Morgen des dritten Tages schüttete es aus Kübeln. Gegen Mittag klarte es mit dem ersehnten Wind auf. Dem Wettfahrtleiter gelang nach sechs (6!) erfolglosen Start-Versuchen ohne Black Flag bei circa 20 Knoten Wind ein einziger Start. Doch auch diese Wettfahrt musste er schlussendlich abschießen, da der Wind auf der ersten Kreuz einschlief. Einige Teilnehmer bargen ihr Groß und machten sich auf die Heimreise.

Drei weitere erfolglose Startversuche bei 30 Knoten Wind

Auch wir hatten unser Groß bereits eingerollt, als gegen 14:00 langsam doch noch einmal kräftiger Wind aufkam. Dieser wehte diesmal aus Südost und verstärkte sich schnell auf 30 Knoten. WOW! Es waren noch etwa 40 Boote am Start. Einer unserer Gegner fuhr uns im Start-Getümmel ohne Selbstverschulden ins Heck und drehte die Pfänder um. Klaus reagierte blitzschnell und bewahrte uns vor weiterem Schaden. Wir gehen davon aus, dass die gegnerische Versicherung für die nötige Reparatur aufkommen wird.

Man glaubt es kaum, doch auch bei drei weiteren erfolglosen Startversuchen setzte der Wettfahrtleiter kein einziges mal die Black Flag, was für ziemlichen Unmut unter den Teilnehmern sorgte. Der italienische J/70 Klassen-Präsident Vittorio Di Mauro berichtete mittlerweile auf der offiziellen facebook Seite, dass für Malcesine bereits ein neuer Principal Race Officer (PRO) verpflichtet wurde.

Zufriedenstellendes Endergebnis für die Pänder

Gesamtsieger wurde nach insgesamt also nur zwei Wettfahrten Favorit Carlo Alberini vor der Russin Lera Kovalenko und dem Brasilianer Victor Demaison. Für die Pfänder ergab sich Platz 32 im Gesamtergebnis (Alle 62 Teams inklusive Profi-Teams). In der Klasse Corinthian (reine Segel-Amateure) wurden wir sechste von 25 teilnehmenden Booten. In Anbetracht dessen, dass wir als Team noch kaum aufeinander eingespielt waren und dass die gesamte Konkurrenz materialmäßig deutliche Vorteile hat, sind wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.

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